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Coras Schreibtisch

Grüner Smoothie mit Grünkohl, Spinat und Avocado

 

In den Mixer:

30 g frischer Grünkohl

50 g Spinat

70 g Sojasprossen

20 g gewässerten Chia-Samen

1 Avocado

1 Banane

Zitronensaft aus einer großen Zitrone

 

Der Smoothie ist aufgrund von Avocado und Banane mit ca. 430 kcal sehr reichhaltig und schmeckt frisch nach Spinat und Zitrone – genau das Richtige vor Sport und sonstiger Bewegung.

 

 

Die Kalorienberechnung wurde auf der Seite www.fettrechner.de erstellt.

 

Grüner Smoothie mit Chia-Samen

Posted by Cora on 30. Dezember 2013
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Grüner Smoothie mit Chia-Samen

 

 

Mein Leben ohne Mixer hat ein Ende!

 

 

In den Neuen wanderte heute:

1 Banane

4 Blätter Mangold

Ingwer (Zwei mittelgroße Scheiben, geschnitten)

Goji-Beeren (15 Stück in etwa)

Drei gehäufte Esslöffel Chia-Samen (durften vorher in der sechsfachen Menge Wasser 20 Minuten quellen)

(Die Avocado auf dem Foto hat zugunsten der Banane verzichtet)

 

 

Einen Schuss Haselnussmilch dazu – und fertig ist ein cremig-gehaltvoller Smoothie voller Frische und Energie!

 

 

Der Smoothie hat etwa 250 Kalorien (Werte geschätzt).

Die Kalorien wurden auf der Seite www.fettrechner.de berechnet.

 

Weiterführende Informationen zu Chia-Samen:

Chia beim Zentrum der Gesundheit

All-Smoothie-Recipes

BABEL -
Wenn der Schmetterling mit dem Flügel schlägt

Foto: Tobis Film

Wen interessiert es, wenn in China ein Sack Reis umfällt? In Zeiten der Globalisierung können kleine Ereignisse weltumspannende Konsequenzen haben. Die Welt ist zusammengerückt – und scheitert an ihrem Mangel an Gemeinschaftlichkeit und Kommunikation. Der neue Film von Kultregisseur Alejandro Gonzáles Iñárritu („Amores Perros“, „21 Gramm“) erzählt vom Flügelschlag des Schmetterlings – und seinen fatalen Folgen.

Im Hinterland Marokkos: Voller Stolz haben die jungen Ziegenhirten Ahmed und Yussef aus den Händen ihres Vaters das Jagdgewehr erhalten, mit dem sie die familieneigene Herde fortan vor gefräßigen Schakalen bewahren sollen. Um die Reichweite der Flinte auszutesten, schießen sie probeweise auf einen entfernt vorbeifahrenden Reisebus. Und sind enttäuscht, als der Schuss zunächst ohne Folgen zu bleiben scheint. Wenig später hält der Bus jedoch an, weil einer der Passagiere schwer verwundet wurde, und eine Lawine, die niemand der Protagonisten noch kontrollieren kann, nimmt ihren Lauf.

Foto: Tobis Film

 

 

 

 

 

 

 

Der Bus transportierte eine Gruppe amerikanischer Touristen, unter ihnen auch das in die Jahre gekommene Ehepaar Richard (Brad Pitt) und Susan (Cate Blanchett), die sich seit dem Tod ihres jüngsten Kindes nicht mehr viel zu sagen haben. Susan ist diejenige, die durch den Schuss verletzt wurde, und Hilfe ist weit in der marokkanischen Felswüste. Ein Einheimischer bringt das Ehepaar in seinem Zuhause unter und versorgt Susan mit dem Notwendigsten, und dann bleibt nur noch, auf Hilfe zu warten. Ein Anruf bei der amerikanischen Botschaft bewirkt zwar ein internationales Medienecho. Aufgrund der Befürchtung diplomatischer Verwicklungen, schließlich könnte es sich ja um einen terroristischen Anschlag handeln, bleibt der Rettungshubschrauber jedoch vorerst aus.

Durch diese Verzögerung tut sich für Amelia, das Kindermädchen des Ehepaars, die im fernen San Diego die Geschwister Debbie und Mike betreut, ein großes Problem auf: Am nächsten Tag heiratet ihr Sohn in Mexiko, aber wer soll in der Zwischenzeit auf die Kids aufpassen? Amelia beschließt, die zwei einfach mitzunehmen. Amelias Neffe Santiago (Gael García Bernal, „La Mala Educación“, „The Science of Sleep“) befürchtet Ärger – und soll Recht behalten.

Im turbulenten Tokio begleiten wir derweil die lebenslustige Taubstumme Chieko durch ihren Tag und die anschließende Nacht. Das ausgelassene Mädchen erlebt mehrfach die Enttäuschung, von ihrer männlichen Umwelt missverstanden oder ignoriert zu werden. Als ihr in einer Diskothek auch noch ihre beste Freundin ihren Favoriten vor der Nase weg schnappt, beschließt sie, doch den jungen Polizisten zurück zu rufen, der ihr ein paar Fragen zu ihrem Vater stellen wollte. Sie ahnt nicht, dass es der Polizei diesmal nicht um den kürzlich erfolgten Selbstmord ihrer Mutter geht, sondern um ein Jagdgewehr, welches der Vater im Urlaub einem marokkanischen Ziegenhirten schenkte.

Bilder sagen mehr als tausend Worte, und ein guter Kinofilm bestätigt diese eherne Regel. Eine Geschichte, die sich nicht nur durch mehrere kunstvoll miteinander verknüpfte Zeitebenen schlängelt, sondern zudem ganze Kontinente miteinander verbindet und auch wieder trennt, kann nicht durch ausgefeilte Drehbuch-Dialogzeilen überzeugen, sondern nur durch eine konsequent umgesetzte, global verständliche Kameraführung.

Foto: Tobis Film

 

 

 

 

 

 

 

BABELs Bilder bewegen sich in einem all-umspannenden Hyperraum, der sich den einzelnen Erzählebenen immer wieder mikroskopisch sezierend nähert, nur um sich gleich darauf durch das Auflösen der Räume zu entfernen. Der Oscar-nominierte Kameramann Rodrigo Prieto („Brokeback Mountain“) schlüsselt einzelne kulturelle Unterschiede in ästhetisch verstörende Sequenzen auf und visualisiert übergreifend das allen weltweit verstreuten Protagonisten eigene Grundproblem: Die erfolglose Kommunikation.

Foto: Tobis Film

 

 

 

 

 

 

 

Der Regisseur Gonzáles Iñárritu formuliert sein hoch gestecktes Ziel so: „Oberflächlich betrachtet kann man sagen, dass es in BABEL um das Scheitern von Kommunikation geht. Für mich geht es darüber hinaus auch darum zu zeigen, wie verletzlich wir als menschliche Wesen sind. Wenn eine Kette reißt, liegt das nicht am schwächsten Glied, sondern an ihrem Gesamtzustand.“ Den Filmtitel BABEL hat er gewählt, weil dieser das gesamte Konzept menschlicher Kommunikation – ihre Ziele, ihre Schönheit und ihre Probleme – in einem Wort ausdrückt. Eine hehre Aufgabe bravourös gemeistert – nicht umsonst erhielt der Regisseur für den Film die Goldene Palme von Cannes.

Corinna Kahl · Fotos: TOBIS Film 

 

 

Dieser Artikel erschien zunerst im Januar 2007 in der “Im Endeffekt” Ausgabe 12.

 

Zu christlichen Mysterien

Posted by Cora on 17. Dezember 2013
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Warum Mysterien – warum nicht gerade heraus mit der Wahrheit?

Keine andere Religion hat unsere heutige, westliche Gesellschaft so geprägt wie das Christentum. Wir wachsen mit Weihnachten und Ostern auf, und die zehn Gebote sind vielen von uns so geläufig wie das schon sprichwörtliche sonntägliche Amen in der Kirche. Von der Wiege (Taufe) bis an die Bahre (Beerdigung) durchziehen christlich geprägte Riten und Rituale unser Leben. Wir richten uns nach den Anweisungen Gottes mal mehr („du sollst nicht töten“), und mal weniger („du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“).

Die allgegenwärtigen Diskussionen zum Einfluss des Islam in Deutschland und zum Tragen von Kopftüchern haben dazu geführt, uns allen noch einmal bildhaft vor Augen zu führen, dass die Bundesrepublik weiß Gott (!) kein laizistisches Land mit strenger Trennung von Staat und Religion ist: In vielen Klassenzimmern wird weder die deutsche Nationalhymne gesungen noch hängt ein Bild des derzeitigen Bundespräsidenten an der Wand, stattdessen finden sich dort merkwürdige Holzsymbole mit einem leidenden Mann darauf, während ganzkörperverhüllte Frauen mit ebendiesen Holzsymbolen um den Hals die Kinder unterrichten – dürfen.

Das Christentum steht für Nächstenliebe und Toleranz – jedenfalls war das früher mal so angedacht. Dennoch haben viele Menschen heutzutage Probleme mit so einigen seiner Dogmen, was die ständig steigenden Kirchenaustritte und die sonntäglich-leeren Kirchenbänke eindrucksvoll illustrieren. Da ist die Rede von der jungfräulichen Geburt, von der Dreifaltigkeit (Vater, Sohn und Heiliger Geist), von Sünden, die nur ein richtender Gott vergeben kann und vom ewigen Leben, dass allein denen vorbehalten sein soll, die den Regeln dieses Gottes vorbehaltlos folgen. Rational ist das Christentum geworden, seiner spirituellen Inhalte entleert und konzentriert auf die Aufrechterhaltung der blinden Gefolgschaft seiner Anhänger. Diese Worte klingen hart, aber besieht man sich ein paar der Christlichen Mysterien (von denen viele heute längst in Vergessenheit geraten sind) einmal genauer, dann zeichnet sich plötzlich ein völlig anderes Bild dieser Religion, die sich auf die Worte eines außergewöhnlichen Mannes begründete, den sie damals um die Ecke brachten. Bloß weil er der Meinung war, es sei doch zur Abwechslung einmal ganz nett, wenn die Leute alle lieb zueinander wären und sich nicht mehr bei jeder Gelegenheit die Köppe einhauen würden.

In der menschlichen Frühzeit waren die Religionen und die Ausrichtungen des menschlichen Miteinanders matriarchalisch, d.h. von Frauen bestimmt. Frauen waren diejenigen, die für den Nachwuchs verantwortlich waren, und damit hatten sie die Macht. Eine Macht übrigens, die sie längst nicht so dominant einsetzten, wie es ihre männlichen Nachfolger taten, sobald diese kapiert hatten, dass auch sie beim Nachwuchs ein Wörtchen mitzureden hatten. Erst, als die männliche Hälfte dies nämlich begriffen hatten – und von da an sowohl Weib als auch Kind als ihr persönliches Eigentum betrachteten – war Schluss mit lustig. Die harmonischen und friedvollen Zeiten waren unwiederbringlich verloren. Von da an regierte das Recht des Stärkeren. Da konnten die Frauen natürlich nicht mehr mitreden.

Das Christentum in seiner ursprünglichen Daseinsform, so wie Jesus sich das damals dachte, vereinte sowohl männliche als auch weibliche Prinzipien. Jesus, davon ist die Verfasserin überzeugt, war sich damals schon bewusst, dass eine gesund funktionierende Gesellschaft weder auf männliche noch auf weibliche Elemente verzichten konnte – und dass das Geheimnis eines glücklichen Miteinanders und des spirituellen Wachstums jedes einzelnen in einer harmonischen Ausbalancierung beider Elemente liegt. Jesus hatte nur nicht mit Leuten wie Paulus und Konsorten gerechnet, die in ihrer maßlosen Misogynie nichts Eiligeres zu tun hatten, als alle weiblichen Elemente aus der neuen Religion (mit der ja auch wieder Macht verbunden wurde) zu eliminieren. Gut, dass ein paar Spuren dieser weiblichen Elemente bis heute aufzufinden sind, wenn man genauer hinschaut.

Lege ich die Bibel wörtlich aus, so muss ich vieles als gegeben hinnehmen, was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint. Versuche ich jedoch, an den tieferen Sinn dahinter heranzukommen, so werde ich nicht selten angenehm überrascht. Jesus selbst spricht, nachdem er der Menge das Gleichnis vom Sämann nahe brachte, die folgenden, auf den ersten Blick vielleicht rätselhaften Worte:

Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest Du zu ihnen in Gleichnissen? Er antwortete und sprach: Euch ist’s gegeben, dass ihr die Geheimnisse des Himmelreichs versteht. Diesen aber ist’s nicht gegeben. (…) Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Den mit sehenden Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie nicht; und sie verstehen es auch nicht.“ (Matthäus 13, 10-11, 13)

Wie – steckt da etwa noch etwas dahinter? Existiert eine Wahrheit hinter der Wahrheit? Später im selben Kapitel wird Jesus sogar noch etwas deutlicher:

Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren hören übel, und ihre Augen schlummern, auf dass sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen hülfe. (…) Wahrlich, ich sage Euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was Ihr seht und haben’s nicht gesehen und zu hören was Ihr höret und haben’s nicht gehört.“ (Matthäus 13, 15 + 17)

Betrachten wir nun ein paar Mysterien, wie sie im Buch der Bücher zu finden sind, unter esoterischen Gesichtspunkten noch einmal neu – und unter Miteinbezug der oberen Aussagen. Und gehen wir einmal davon aus, dass die Grundidee des Christentums vielleicht etwas einschloss, was von den christlichen Kirchen bis heute sträflich vernachlässigt wird.

Weibliche Mysterien zur Entstehung der Welt und zum Wachsen und Reifen des eigenen Geistes sind in den Mythen jeder Kultur zu finden. Im Mittelalter trieb die „christliche“ Gesellschaft Schindluder mit den Mythen und Ansichten der früheren Religionen, merzte sie aus oder verunstaltete sie zumindest so stark, dass sie keinerlei Einfluss mehr ausüben konnten. Nicht wenige dieser alten Mythen wurden auch in die christliche Religion integriert, freilich ohne ihre ursprünglichen Aussagen beibehalten zu können. Eine selbstbewusste Integration des eigenen, suchenden und wachsenden Geistes wurde verdrängt und ersetzt durch ein zwanghaftes Befolgen bedrohlich-machtvoller Regeln.

Das Weibliche stand stets für die Intuition und die Phantasie, das Hören nach innen, auf das „Bauchgefühl“, während das Männliche eher für logisch-rationales Denken und Handeln stand. Für das Überleben und Wachsen von Körper UND Geist brauchen Mensch und Gesellschaft beide Anteile, und zwar ausgewogen. Indem wir die weibliche Seite in uns stärken und entwickeln, erweitern wir unser Bewusstsein und können die Zusammenhänge allen Lebens und Seins besser erfassen als mit einer rein rationalen Denkweise. Auch in den Lehren Jesu Christi ist viel von der Wiedererweckung der Weiblichen Anteile in uns die Rede, die wir unbedingt brauchen, um unseren eigenen spirituellen Weg erfolgreich gehen zu können. Diese Ideen waren dem patriarchalisch geprägten Judentum (und nicht nur diesem) natürlich ein Dorn im Auge, was in der Folge zur Verschleierung dieser Botschaften führen musste.

Sieben weibliche und sieben männliche Mysterien auf Jesu Lebensweg

Jesus selbst verwendete in seinen Lehren viele Symbole für das Weibliche, wie sie den Menschen bereits aus anderen Kulturen und Religionen bekannt waren, und in seinem eigenen Lebenslauf finden wir sowohl sieben weibliche, als auch sieben männliche Mysterien, die wir alle auf uns selbst und auf unseren spirituellen Weg des Wachsens übertragen können.

Die sieben weiblichen Mysterien:

1. Die Verkündigung durch den Erzengel Gabriel (Vision und Erleuchtung)

2. Die unbefleckte Empfängnis (Die spirituelle Kraft der neuen Vision prägt sich dem Körper ein)

3. Die heilige Geburt (Die Geburt des kreativen Willens wird manifestiert und neue Kraft erweckt)

4. Die Weihe im Tempel (Der Schüler verschreibt sein Leben dem Spirituellen)

5. Die Flucht nach Ägypten (Das vorübergehende Verbergen des inneren Lebens, das in der Entwicklung jedes spirituellen Schülers aufgrund des Einflusses der äußeren Welt vorkommt)

6. Das Lehren im Tempel (das erweiternde Bewusstsein offenbart sich durch die Verschmelzung von Herz und Verstand)

7. Die Taufe (Die Initiation zur vollen, bewussten Einsicht und zum vollen Verständnis und Unterscheidungsvermögen, wie durch die anschließende Versuchung gezeigt wird)

 

Die sieben männlichen Mysterien:

1. Die Verklärung (Jesus enthüllt Petrus, Jakobus und Johannes seine wahre Natur, Offenbarung der Fähigkeit, das Bewusstsein auf höhere Stufen zu erheben und in direkten Kontakt mit dem Göttlichen treten zu können)

2. Der triumphale Einzug in Jerusalem (Erlangung von Seelenweisheit durch die Erhöhung des Bewusstseins und den Ausdruck des weiblichen Aspekts)

3. Das letzte Abendmahl (Die Lehre des Prozesses der Umwandlung von Energien durch das Gleichgewicht von weiblichen und männlichen Elementen)

4. Der Garten Gethsemane (Der Teil der persönlichen Entwicklung, in der der Schüler sein letztes bisschen eigenen Willens aufgibt und sich ganz in Gottes Hand begibt)

5. Die Prüfung vor Pilatus und Herodes (Sich der Versuchung stellen, sich und seine Macht für die selbstlose Liebe einzusetzen)

6. Die Kreuzigung (Entwickeln der Fähigkeit, der Grausamkeit anderer ins Auge zu sehen, indem wir auf alles verzichten – außer auf unsere Aufgabe der spirituellen Verwirklichung)

7. Die Auferstehung (Der Schüler lernt, was unsterbliche Liebe und Leben bedeutet, er lernt, die Grenze zwischen Schlaf und Wachzustand, zwischen Leben und Tod bewusst zu überschreiten)

(diese Mysterien samt ihrer Interpretation wurden aus dem Buch „The occult Christ. Angelic mysteries and the Divine Feminine“ von Ted Andrews zitiert)

Ein weiterer interessanter Aspekt des Weiblichen in Jesu Lebensweg ergibt sich übrigens aus der Beobachtung, dass sich Jesus, wann immer er auf dem Kreuzweg fällt, anschließend auf eine Frau trifft…

Das Symbol des Kreuzes

Das Kreuz ist das wohl mächtigste Symbol des Christentums, denn es steht dort für die Auferstehung und für das Ewige Leben. Die Kirche benennt die Vertikale des Kreuzes als Symbol für die Verbindung und Ausrichtung auf Gott, die Horizontale für die Verbundenheit der Menschen untereinander. Es ist im Übrigen erst seit dem 6. Jahrhundert üblich, Jesus am Kreuz darzustellen.

Doch das Kreuz existiert schon viel länger als das Christentum in anderen Religionen und Kulturen, und auch dort war es ein wichtiger Bedeutungsträger. Es konnte für Fruchtbarkeit stehen, oder auch für die Vereinigung der Gegensätze in den Naturkräften oder die Vereinigung von Gegensätzen aller Art. In den alten Mysterien veranschaulichte es die Harmonisierung der vier Elemente und ihre Vereinigung, die für den höchsten Ausdruck der Seele nötig ist.

Am wichtigsten aber ist der Ausdruck des Kreuzes als ein Symbol der ausgeglichenen Vereinigung der männlichen und weiblichen Energien – und hier kommen wir bereits zum Dilemma mit der kirchenchristlich geprägten Auslegung des Kreuzes: Was wir heute in den Kirchen sehen, ist das so genannte Kavalriekreuz, ein Kreuz, bei dem der senkrechte („männliche“) Balken länger ist als der waagerechte („weibliche“). Hier findet sich ein Ausdruck der kirchlich-patriarchalischen Weltsicht, die immer noch gegen die kraftvolle Bedeutung des weiblichen Aspekt Aspekts von Gott ankämpft.

Das ursprüngliche Kreuz, das so genannte „griechische Kreuz“ dagegen ist gleichschenklig. Es gilt als das ursprünglichste christliche Symbol, taucht aber merkwürdigerweise nicht mehr in den Kirchen auf (abgesehen von einigen byzantinischen Gemäuern). Dieses Kreuz ist das wahre Kreuz der christlichen Mysterien und das Symbol für die ausgeglichene Vereinigung der männlichen und weiblichen Energien.

Die Mysterien in den Jahreszeiten

Haben wir uns nun damit vertraut gemacht, dass wir ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen den männlichen und weiblichen Energien in uns erzielen müssen, um unseren spirituellen Weg erfolgreich gehen zu können, so brauchen wir nun noch eine Übersicht über die Jahreszeiten, wann welche Energien am besten in der Natur und in uns wirken. Wir begreifen uns als ein Teil des Ganzen – und das Ganze als einen Teil von uns. Deutlich werden die Wechselwirkungen zwischen den höheren Ebenen und uns und unserem Leben in der Astrologie, die uns in unserem Horoskop aufzeigt, welche Beziehungen zwischen den einzelnen planetarischen und himmlischen Wesenheiten und uns selbst bestehen. Jede Jahreszeit (und auch jeder Monat) hat ihr ganz eigenes Energiemuster, welches uns dabei hilft, verschiedene Aspekte von Energien in uns zu bündeln und für unser spirituelles Wachstum zu nutzen.

Herbst – die Zeit der Reinigung und der Vorbereitung. Wir erzeugen mehr Energie zur Reinigung und Vorbereitung und richten diese auf unsere Ziele und unser Handeln.

Winter – die Erweckung weiblicher Energien. Wir erzeugen mehr weibliche, intuitive Energien und integrieren diese in unseren Lebensprozess.

Frühling – der Ausdruck männlicher Energien. Wir bündeln und konzentrieren die männlichen Energien in uns, um sie zu konzentrieren und weiterzugeben.

Sommer – die Vereinigung von männlichen und weiblichen Energien. Wir werden darin bestärkt, die männlichen und weiblichen Energien in uns zu vereinen, sie zu bündeln und Situationen und Gelegenheiten zu schaffen, in denen wir sie zum Ausdruck bringen können.

In den christlichen Mysterien lauten die Schlüsselbegriffe des Seelenjahres GEBURT, TOD, AUFERSTEHUNG und HIMMELFAHRT. Die vier Jahreszeiten helfen uns dabei, unsere göttlichen Energien und unsere Intuition auf eine neue Weise auszudrücken, um in der Spirale unseres spirituellen Wachstums weiter emporsteigen zu können. In den christlichen Mysterien wurde der Einweihungspfad des suchenden Schülers, wie bereits beschrieben, an der Person Jesu Christi verdeutlicht. Seinen Höhepunkt findet dieser Pfad in den Ereignissen des Osterfestes.

Ostern ist bis heute der einzige heilige Feiertag, der durch den Stand der Sterne bestimmt wird. Er fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling nach der Frühlingstagundnachtgleiche. In dieser Zeit sind wir besonders empfänglich für die kosmischen und göttlichen Energien um uns herum, und wir öffnen uns leichter neuen Erkenntnissen und dem Kontakt mit dem Göttlichen.

 

Die christlichen Mysterien in unser aktives Leben integrieren

Auch wenn dieser kurze Einblick in die Darstellung und Wirkungsweise der christlichen Mysterien naturgemäß oberflächlich bleiben muss, so zeigt er doch deutlich auf, dass unsere „Staatsreligion“ eine Menge mehr an spirituellem Futter für uns bereit hält, als es die Kirchen – die immer noch an ihrem patriarchalischen Machterhalt festhalten – auszudrücken gewillt sind. Glaube kann mehr sein, als nur ein Festhalten an der Gewissheit, dass Gott uns unsere Sünden vergibt und uns läutert. Mehr als ein sich den unbeweglichen Dogmen einiger greiser Kirchenväter zu unterwerfen. Glaube, auch der christlich geprägte, kann mehr bedeuten als nur ein sich Verlassen auf die Versprechungen eines Johannes 3,16 und auf ein Leben im Paradies, so man die Klippen des Jüngsten Gerichts durch regelmäßiges Selbstkasteien erfolgreich umschifft hat.

Glaube kann bestärken auf dem Weg zu uns selbst. Glaube kann bei der Erkenntnis dessen helfen, dass wir hier sind, um uns nicht nur rational-fortschrittlich zu entwickeln, sondern auch – und gerade – in spiritueller Hinsicht. Dass wir Verantwortung haben für diese Entwicklung, ein jeder für sich selbst. Dass wir, geleitet von den Höheren Mächten, in der Lage sind, uns selbst dahingehend zu verändern, dass wir durch ein liebevolles, inspirierendes Miteinander unser Paradies bereits auf Erden schaffen. Dann fällt das Jüngste Gericht vielleicht auch gar nicht mehr so apokalyptisch aus…

 

Literaturhinweise:

DAS NEUE TESTAMENT. (in: DIE BIBEL) Verschiedene Autoren. Nach der deutschen Übersetzung Martin Luthers, revidierter Text 1956. Württembergische Bibelanstalt Stuttgart, 1960

THE OCCULT CRIST. MIT ENGELSKRÄFTEN GÖTTLICHES BEWUSSTSEIN ENTFALTEN. CHRISTLICHE MYSTERIEN IM NEUEN LICHT. Ted Andrews. Verlag Hermann Bauer, Freiburg/Breisgau 1997

DAS WEIBLICHE PRINZIP UND DIE KRAFT ZUR VERÄNDERUNG. Scilla Elworthy. Ariston Verlag, München 1997

Johannes 3,16: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“

 

Jeder Überlebende ist irgendwie schuldig

Jüdisches(Über-) Leben während des Dritten Reichs und des Holocausts ist immer ein schweres Thema für einen Film. Steven Spielberg hat uns Deutsche mit seinem Drama “Schindlers Liste” ins Mark getroffen und national betroffen gemacht. Roberto Benigni brachte uns mit der Tragikomödie “Das Leben ist schön” zum Lachen, und rührte uns gleichzeitig durch sein unglaubliches Talent zu Tränen. Die typischen Holocaust-Verfilmungen haben gemein, dass die Rollen der Guten und der Bösen immer glasklar verteilt sind – wie anders auch will man angesichts von 7 Millionen ermordeter Juden Geschichte aufarbeiten? Der niederländische Regisseur Paul Verhoeven (“Total Recall”, “Basic Instinct”, “RoboCop”) wählt in seinem lose nach wahren Begebenheiten gestrickten Film “Black Book” das Action-Genre – und führt damit die Erwartungshaltung seiner Zuschauer bezüglich der Schuldigen das eine ums andere Mal ad absurdum. Darf man das?

Foto: NFP neue film produktion GmbH

Die Niederlande, kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges. Die jüdische Sängerin Rachel Stein (Carice van Houten) überlebt die Zerstörung ihres Verstecks nur um Haaresbreite. Zusammen mit anderen Juden versucht sie, in bereits befreite Gebiete der Niederlande zu flüchten, doch die Gruppe wird verrraten. Rachel, als einzige Überlebende, muss mitansehen, wie eine deutsche Patrouille die anderen Flüchtlinge ermordet und ausraubt, darunter auch Rachels Eltern und ihr Bruder. Rachel gelingt die Flucht in die befreite Zone, dort schließt sie sich einer Widerstandsbewegung an. Unter der Leitung des unerschrockenen Arztes Hans Akkermans (Thom Hoffman) gelingt es Rachel, in ihrer neuen Identität als Ellis de Vries bis in die höchsten Kreise der deutschen Besatzer vorzudringen. Dort begegnet sie dem Chef des deutschen Sicherheitsdienstes Müntze (Sebastian Koch). Nicht geplant bei der Aktion: Dass sich Rachel/Ellis heftigst in Müntze verliebt…

Atemlose 145 Minuten lang schickt der Regisseur, der mit seinem Action-Knaller “Total Recall” und dem erotischen geladenen “Basic Instinct” seine Spannungskunst vielfältig unter Beweis stellte, die Zuschauer auf eine gnadenlose Reise durch menschliche Abgründe – und allzu menschlich-moralisches Fehlverhalten. Im Krieg und in der Liebe sind nun mal alle Mittel erlaubt – und wenn man den eigenen Vorteil erkennt, sind den meisten Zeitgenossen sowieso alle Mittel recht, diesen sich auch zu eigen zu machen. Doch auch das ansonsten so unsäglich Böse menschelt: Da zeigt der oberste Naziboss anrührende Schwächen und – in seiner Position unangebrachtes Mitgefühl – während sich der stramme Widerstandskämpfer in der Ausführung seiner heroischen Befreiungstat in der B-Note doch arge Nachlässigkeit vorhalten lassen muss.

Foto: NFP neue film produktion GmbH

Der Zuschauer indes, von der atemberaubenden Spannung der Handlung in seinen Kinosessel gepresst, kommt gar nicht erst zum Nachdenken. Er leidet mit Rachel/Ellis und fühlt später mit der verliebt-desillusionierten Ellis/Rachel, obwohl er sie nach einer Atempause wohl lieber in den Hintern getreten hätte – aber wer hätte in den unruhigen, bewegten Zeiten damals noch Zeit zum Atmen gefunden? Insbesondere, wo das eigene Leben permanent bedroht war? Wo jede Aktion zu sofortiger Enttarnung und zum Todesurteil führen konnte? Die geradezu grauenhafte Anspannung des Films speist sich aus seiner ungeschminkten Nähe zur damaligen Wirklichkeit seiner Hauptpersonen.

Foto: NFP neue film produktion GmbH

Zum Urteilen über die Handlungen der Akteure kommt man beim Anschauen des Filmes erstmal nicht. Ellis’ beste Freundin während ihres Einsatzes für die deutschen Besatzer wird das niederländische Soldatenliebchen (als “Fickhäschen” wird ihre Position dort von einer schweizerischen Filmkritik bezeichnet) Ronnie. Ronnie genießt nach dem Ende des Nazi-Regimes stolz zusammen mit ihrem neuen kanadischen Freund auf einem Jeep den Triumphzug durch ein Meer von oranjefarbenen Fahnen, während Ellis/Rachel wegen ihres Verhältnisses zu einem deutschen Führungsoffizier im Knast ein Kübel Schweinescheiße über den nackten Körper gegossen wird.

Am Schluss sind dennoch alle Schuldigen bestraft, die Kurve wurde gerade noch genommen. Sein versöhnliches Ende findet der Film bereits in seiner Anfangssequenz, welche 1967 in einem israelischen Kibbuz spielt: Hier trifft Ronnie, inzwischen gereift und gealtert, aber immer noch mit ihrem Kanadier glücklich vereint, auf Rachel, die mittlerweile kleine Kinder unterrichtet. Keine von beiden ahnt, dass der Friede des Kibbuz sich schnell in den nächsten Krieg verwandelt: nur wenig später beginnt der Sechs-Tage-Krieg zwischen Israel und Ägypten, Jordanien und Syrien…

Foto: NFP neue film produktion GmbH

Die jüdische Rachel Stein des Films ist keine Anne Frank, und der deutsche Sicherheitsschef Müntze gleicht weder einem Amon Göth noch einem Hans Frank. So banal, wie das Böse im Dritten Reich daherkam, so einfach gestrickt zeigt der Film ebenso einfach-menschliche Aktionen und Reaktionen. Und er zeichnet dadurch ein Bild des zweiten Weltkriegs und der Nazi-Vorherrschaft, die indirekt das Sehnen und Flehen der – deutschen – Kriegsgeneration bekräftigt, welche gern von einer Kollektivschuld Abstand nähme, weil ja nicht jeder Deutsche auch automatisch ein Nazi war.

Darf ein Film sowas?
In den Kriegszeiten mag jeder Betroffene versucht haben, sich sein eigenes Recht, seine eigene Moral irgendwie zu erhalten und sich dementsprechend zu verhalten. Der Film “Black Book” wertet dieses nicht, sondern stellt die Befindlichkeiten der Einzelnen in den Kontext einer überraschend-erschreckenden Handlung, die einmal mehr aufzeigt, dass Menschliches eben selten heroisch oder vorbildlich ist.

Die wahren Helden des Dritten Reichs überlebten es deshalb nicht.

Wer dies erkannt hat, der gehe in diesen Film und genieße ihn, solange er kann, und mache sich hinterher seine Gedanken – dann, wenn er wieder zu Atem gekommen ist.

Text: Corinna Kahl/Fotos: NFP neue film produktion GmbH

 

 

Dieser Artikel erschien zuerst im Juni 2007 in der “Im Endeffekt” Ausgabe 13.