Nordic Walking – Einführung in Theorie und Praxis

Der Samstag (23. August 2013) ist ein sonniger Bilderbuch-Augusttag. Wir geben uns der Theorie und Praxis des Walking und Nordic Walking hin, Gesundheitssportangeboten, die bei entsprechender Qualifizierung des Übungsleiters und Beachtung der Ausschreibungsrichtlinien von den deutschen Krankenkassen gefordert werden können.

Der VTF bietet eine Ausbildung zum DTB-Instructor Walking/Nordic Walking an, in 2015 plant unsere Referentin sogar eine Kombination der Ausbildungen Nordic Walking plus Herz-Kreislauf-Training auf Sylt. Weitere Informationen finden sich im Internetangebot der Gym-Akademie des VTF.

Zielgruppen für Walking und Nordic Walking

- Rehabilitation
- Senioren
- Übergewichtige, die abnehmen möchten
- Schwangere und junge Mütter
- Sporteinsteiger
- Sportwiedereinsteiger
- Nordic Walking und Walking als Ergänzungstraining zu einer anderen Sportart (Kraftsport, Skilanglauf)

Psyche, Herz und Stoffwechselprozesse werden positiv beeinflusst. Es steigt das Wohlbefinden (“ich tue etwas!”), Stress und Depressionen werden reduziert. Spaß und Kontakt mit anderen Teilnehmern steigern das psychische Wohlfühlen. Das Herz arbeitet ökonomischer, die Fließeigenschaften des Bluts werden verbessert, der Sauerstofftransport im Blut steigt an. Schlussendlich stärken wir das Immunsystem, senken Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und stärken die Skelettmuskulatur.

Koordination

Motorische Grundfähigkeiten:

1) Kraft (was kann ich?)
2) Ausdauer (was kann ich?)
3) Beweglichkeit (was kann ich?)
4) Schnelligkeit (was kann ich?)
5. Koordination (wie steuere ich es?)

Koordination – wie ich mich organisiere, inter- und intramuskuläre Koordination (innerhalb eines Muskels oder zwischen mehreren Muskeln), Grundkomponente von Bewegung, als limitierender Faktor der Leistungsfähigkeit (LF).

Koordinative Fähigkeiten:

- Gleichgewichtsfähigkeit
- Orientierungsfähigkeit
- Reaktionsfähigkeit
- Rhythmisierungsfähigkeit
- Antizipationsfähigkeit (Vorhersehbarkeit)
- Kopplungsfähigkeit
- Anpassungsfähigkeit
- Differenzierungsfähigkeit

 

Ausdauer – physiologische Aspekte

Grundlage der Fitness: Ausdauer – was ist das? wie trainiert man sie?

Differenzierung der Ausdauer: Skript S. 24 (Diagramm)
“Ausdauer ist definiert als die physische und psychische Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen Ermüdung bei lang andauernden Belastungen sowie die schnelle Wiederherstellungsfähigkeit des Organismus nach Belastung.”

Ausdauer lässt sich unterteilen: allgemein/lokal (Umfang der beteiligten Muskulatur, ist weniger als 1/6 der Muskelmasse beteiligt, so ist sie lokal, es findet kein Herzkreislauftraining statt), aerob/anaerob (Art der Energiebereitstellung, Energiebedarf wird durch Sauerstoffzufuhr über Atmung gesichert (aerob), Energiegewinnung kann nicht durch Sauerstoffzufuhr der Atmung gesichert werden und es bildet sich Milchsäure (anaerob), statisch/dynamisch (Art der Muskelarbeit)

Zur Energiebereitstellung: Skript S. 41 ff: Woher kommt die Energie?

Prämisse für ein Training im Bereich Gesundheitssport ist ein Training für allgemeine, aerobe, dynamische Ausdauer. Wir trainieren entweder die extensive Intervallmethode oder die Dauermethode, beide sind gleichwertig zu benutzen.

Trainingsmethoden Dauer/Interwall im Skript auf S. 29.

 

In diesem Text sind noch keine Inhalte zum Thema “Lauf-ABC” berücksichtigt, welches ebenfalls an diesem Tag zum Tragen kam.