Mit großer Freude komme ich der Bitte der Initiative für eine gentechnikfreie Metropolregion Hamburg nach und veröffentliche heute diesen Aufruf zur Demo – bitte beachtet das Busangebot und meldet Euch zahlreich!

 

 

“Wir haben die Agrarindustrie satt!”
31. August in Wietze bei Celle
Busangebot zur Demonstration ab Hamburg

 

Am 31.August findet in Wietze bei Celle eine Demonstration gegen die Auswüchse der Agrarindustrie statt. Dort entsteht Europas größter Geflügelschachthof, in dem täglich 430.000 Hühner geschlachtet werden sollen.

Zu der Demonstration wird  ein Bus ab Hamburg-ZOB um 10 Uhr (Abfahrt Elmshorn: 9 Uhr), Rückfahrt ab etwa 17 Uhr (Ankunft in Hamburg etwa um 19 Uhr) angeboten.
Wegen der begrenzten Zahl der Plätze wird um baldige Anmeldung bei Hartmut Warm, Initiative für eine gentechnikfreie Metropolregion Hamburg, möglichst per Mail hwarm@web.de (oder per Tel. 040 / 439 6879, Kosten: 13,-E, zu zahlen vor Ort) gebeten.

Bei Rückfragen: Thomas Schönberger, UmweltHaus am Schüberg, Tel. 040 / 605 10 14, schoenberger@haus-am-schueberg.de.

Veranstalter der Busfahrt sind die Initiative für eine gentechnikfreie Metropolregion Hamburg, der BUND Pinneberg, der BUND Hamburg und das UmweltHaus am Schüberg.

Weitere Informationen bietet die Webseite www.wir-haben-es-satt.de.

Thomas Schönberger
UmweltHaus am Schüberg
+) Ev-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost
Wulfsdorfer Weg 29
22949 Ammersbek
Tel. 040 / 605 10 14
Fax 040 / 605 25 38
schoenberger@haus-am-schueberg.de
www.haus-am-schueberg.de

Weitere Infos zur Demo:

Aufruf zum bundesweiten Aktionstag

„Wir haben Agrarindustrie satt!“

Kundgebung, Demonstration, Schlachthofumzingelung, Konzert und Sommercamp
am 31. August 2013 an Europas größtem Geflügelschlachthof in Wietze/Niedersachsen.
430.000 Hühner sollen täglich im niedersächsischen Wietze geschlachtet werden. Europas größter Schlachthof für Geflügel wurde mit 6,5 Millionen Euro aus Steuergeldern subventioniert. Der Megaschlachthof ist ein Symbol für die Agrar- und Lebensmittelindustrie und steht wie kaum ein anderer Ort für deren Praktiken:

Megaställe, die bäuerliche Landwirtschaft verdrängen und Anwohner, Regionen und Umwelt belasten.
Tiere, die auf viel zu engem Raum und mit Hilfe von Antibiotika qualvoll gehalten werden.
Bauern, die keine fairen Preise für ihre Erzeugnisse bekommen und von der Agrarindustrie verdrängt werden.
Fleisch, das in Überschüssen produziert und zu Dumpingpreisen in die Länder des Südens exportiert wird, wo es kleinbäuerliche Märkte zerstört.
Menschen, die in Schlachthöfen zu Dumpinglöhnen und unsozialen Bedingungen arbeiten.
Futter, das vielerorts in Monokulturen angebaut wird und in Lateinamerika zu Landkonflikten führt.
Gülle, die Böden und Trinkwasser verseucht.
Essen, dem wir nicht vertrauen können.
Wir BürgerInnen haben Agrarindustrie satt! Bäuerinnen und Bauern brauchen wieder existenzsichernde Einkommen. Die neue Bundesregierung muss eine grundlegende Agrarwende mit einer bäuerlichen Landwirtschaft als Leitsystem einläuten!
Darunter verstehen wir:

Höfesterben beenden: durch eine gerechtere Verteilung der EU-Agrarsubventionen bzw. faire Marktrahmenbedingungen, um bäuerliche Betriebe zu fördern.

Weltweit faire Regeln für eine bäuerliche Landwirtschaft durchsetzen: durch einen Stopp der weiteren Liberalisierung der Agrarmärkte und ein Ende der Exportorientierung der deutschen Landwirtschaftspolitik.

Artgerechte Tierhaltung verwirklichen: durch ein schärferes Tierschutzgesetz und ein Bundesbaugesetz, das Kommunen ein Verbot von jeglichen Megaställen erlaubt.

Lebensmittelskandale verhindern: durch die Förderung regionaler und transparenter Erzeugung und Vermarktung.

Sichere Lebens- und Futtermittel ohne Gentechnik garantieren: durch den Stopp von Gentechnik-Soja und die Förderung von heimischen Eiweißfutterpflanzen sowie klarer Kennzeichnung.

Biodiversität fördern: durch den Stopp großflächiger Monokulturen und die Förderung von Fruchtfolgen und von Öko-Landbau.

Boden, Wasser und Klima schützen: durch die Bindung von Tierhaltung an eigene Futterflächen und die Förderung der Kreislaufwirtschaft.

Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung minimieren: durch ein verschärftes Arzneimittelgesetz und artgerechte Tierhaltung.

Prekäre Arbeitsverhältnisse in der Agrarindustrie verhindern: durch faire Löhne und faire Arbeitsbedingungen.

Gesundes, faires und regionales Essen für alle: durch ein ausreichendes Existenzminimum.

Gemeinsam demonstrieren wir vor der Bundestagswahl für eine bäuerliche, tier- und umweltfreundlichere Landwirtschaft in Deutschland und umzingeln den Megaschlachthof! Wir fordern Bauernhöfe statt Agrarindustrie!
Beteiligt euch an unseren Vorab-Aktionen im ganzen Bundesgebiet! Und dann: Auf nach Wietze!

Quelle: http://www.wir-haben-es-satt.de/start/sommeraktion-wietze/aufruf/